Seite wählen

Reiserichtlinie

Anforderungen an die Teilnehmer*innen

  • Die Teilnehmer*innen unserer Bildungs- und Delegationsreisen sind als Vertreter*innen der Juso-Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saar unterwegs. Bei internationalen Fahrten tragen sie zum Bild der Jusos insgesamt bei. Wir erwarten von den Teilnehmer*innen, dass sie zu einem positiven Bild beitragen und sich inhaltlich und in die Gruppe einbringen.
  • Unsere Bildungs- und Delegationsfahrten sind keine Gremienfahrten. Teilnehmer*innen („von der Basis“) ohne Funktionsträgerschaft innerhalb des Verbands und Nichtmitglieder sind ausdrücklich erwünscht und sollen bei jeder Bildungsreise / Delegation angemessen berücksichtigt werden.
  • Das Mindestalter für unsere Delegationsreisen ist auf 18 Jahre zu Beginn der Delegationsreise festgesetzt. Es werden keine Ausnahmen gemacht.
  • Die Größe der Delegationen ist auf maximal 15 Personen festgelegt (inklusive der Leitungskräfte).
  • Bewerber*innen, die bereits in den vergangenen 2 Jahresprogrammen an mindestens einer Bildungsreise teilgenommen haben, werden gegenüber „Erstbewerber*innen“ nachrangig berücksichtigt, es sei denn, es sind genügend Plätze nach Zuteilung an „Erstbewerber*innen“ frei. Als „Erstbewerber*in“ gilt, wer in den vergangenen 2 Jahresprogrammen nicht an mindestens einer Bildungsreise teilgenommen hat.
    • Aus diesem Passus ergibt sich keine Pflicht, einen „Erstbewerber*in“ mitzunehmen, wenn die Bewerbung aufgrund sachlicher Gründe nicht berücksichtigt werden kann.
    • Dieser Passus gilt nicht, wenn in den vergangenen zwei Jahresprogrammen ein*e Bewerber*in eine Bildungsreise als Leitung hauptverantwortlich organisiert hat.
  • Wie bemühen uns, dass beide Landesverbände an Bildungsreisen und in Delegationen angemessen repräsentiert werden (Orientierung: 1/3 Saar, 2/3 Rheinland-Pfalz). Es handelt sich hier aber um keine starre Quote. Einen tiefergehenden Regionalproporz (z.B. Regionalverbände oder UB-Proporz) wird nicht festgelegt.
  • Für die Zuteilung der Plätze sind auch die Zugehörigkeit der Leitungen von Bildungsreisen und Delegationen zu den Landesverbänden zu berücksichtigen.
    • Wird eine Bildungsreise oder eine Delegation von zwei Personen geleitet, so zählt eine Leitung pro Landesverband und jede leitende Person, die nicht einem Landesverband zugeordnet ist, nicht zum Landesverbandsproporz. Bei zwei Leitungen aus einem Landesverband zählt eine Person zwingend zum Landesverbandsproporz.
  • Es gilt eine 40%-Frauenquote (zzgl. Ausgleich für nicht quotierte Delegationsleitungen) und soll von den einzelnen Landesverbänden eigenständig erfüllt werden. Ein Landesverband kann jedoch einen anderen Landesverband nachquotieren.
    • Bei sich abzeichnender Nichterfüllung der Frauenquote darf das Bildungssekretariat die Ausschreibung für Bewerbungen von Frauen verlängern. Eine sich abzeichnende Nichterfüllung der Frauenquote wird auch dann angenommen, wenn es lediglich so viele Bewerbungen von Frauen gibt wie Plätze für Frauen.
    • Sollte weiterhin die Frauenquote nicht erfüllt werden können, wird die Delegationsgröße solange reduziert, bis die Frauenquote erfüllt wird. Ist eine Reduktion der Plätze nicht möglich, so bleiben diese Plätze bis zum spätmöglichsten Termin für weibliche Bewerbungen frei. Erst nach diesem – vom Bildungsausschuss festgelegten oder nachträglich bestätigten – Termin dürfen diese Plätze von Männern nachbesetzt werden.
  • Teilnehmer*innen sollten bei internationalen Bildungsreisen Englisch und optional die Zielsprache beherrschen. Die Abfrage erfolgt über eine freiwillige Selbstauskunft.
  • Die Teilnehmer*innen verpflichten sich, im angemessenem Umfang
    • inhaltlich an der Delegationsreise mitzuwirken,
    • Aufgaben für die Durchführung und Dokumentation zu übernehmen (z.B. Tagesberichte schreiben, Fotos und Videos machen, Kanäle der Sozialen Meiden bedienen, etc…) sowie
    • bei internationalen Delegationen an einem zu organisierenden Gegenbesuch mitzuwirken.
  • Die Teilnahme am Vorbereitungsseminar der Bildungs- und Delegationsreise ist verpflichtend. Eine Nichtteilnahme führt zum Ausschluss von der Fahrt. Ausnahmen: Krankheit oder andere triftige, persönliche Gründe (Rücksprache mit dem Bildungsbüro erforderlich!).
  • Die Teilnehmer*innen überweisen den Teilnahmebeitrag pünktlich. Eine verspätete Zahlung kann zum Ausschluss führen. Sollten finanzielle Probleme bestehen, wenden sich die Teilnehmer*innen rechtzeitig beim Bildungsbüro, sodass eine gemeinsame Lösung gefunden werden kann. Wir fühlen uns dem Grundsatz verpflichtet, dass die Teilnahme an einer Bildungsfahrt nicht durch die persönliche finanzielle Situation der Teilnehmenden verhindert werden darf.

Anforderungen an die Delegationsleiter*innen

  • Die Delegationsleitung trägt die Verantwortung für die tägliche finanzielle Dokumentation vor Ort nach Vorgabe des Bildungssekretariats, in Abstimmung mit dem für die Organisation und die Verwaltung des Bildungsprogramms zuständigen Landesbüros, und haftet bei Unregelmäßigkeiten und fehlenden Belegen. In Zusammenarbeit mit dem Bildungssekretariat erstellt die Delegationsleitung einen Budgetplan und erhält für die Durchführung der Bildungs-/Delegationsreise eine angemessene Summe als Vorschuss. Die Delegationsleitung wird im Vorfeld der Reise in die korrekte Dokumentation der finanziellen Ausgaben eingewiesen. Ohne diese Einweisung wird kein Vorschuss überwiesen. Die Einweisung findet spätestens sechs Wochen vor Beginn der Delegationsreise statt.
  • Die Delegationsleitung wirkt bei der Erstellung von Anträgen und Berichten für staatliche Institutionen mit.
  • Die Delegationsleitung trägt die Verantwortung für die Planung und Durchführung des Vorbereitungsseminars.
  • Die Durchführung eines Reflexionsseminars ist freiwillig, jedoch tragen die Delegationsleitungen die Verantwortung dafür, dass die Erfahrungen und Kenntnisse aus der Bildungs-/Delegationsreise für die Landesverbände zugänglich gemacht werden.
  • Bei internationalen Fahrten ist die Planung und Organisation eines Gegenbesuches grundsätzlich verpflichtend.
  • Der*die Bildungssekretär*in steht den Delegationsleiter*innen unterstützend im organisatorischen und beratenden Bereich zur Seite. Diese*r ersetzt jedoch nicht die Delegationsleitung.
  • Delegationsleitungen sollen quotiert sein. Ist dies nicht der Fall, so erhöht sich die Anzahl der durch Frauen zu besetzenden Plätze um 1.

Anforderungen an das Bewerbungsverfahren

  • Die Bewerbungen beinhalten mindestens folgende Angaben:
    • Nachname, Vorname
    • Geschlecht
    • Geburtsdatum
    • Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Wohnort
    • E-Mail-Adresse
    • Telefonnummer
    • Interesse, inhaltlicher Schwerpunkt, Sprachkenntnisse und Kurzvorstellung für die Bildungs-/Delegationsreise in Textform (max. 1500 Zeichen – zulange Texte werden ab dem 1501. Zeichen inkl. Leerzeichen abgeschnitten)
    • Einschätzung zur Mitarbeit am Gegenbesuch (nur bei internationalen Fahrten)
    • Ergänzungen beschließt der Bildungsausschuss in der zur Bildungs-/Delegationsreise zugehörigen Ausschreibung.
  • Der Bewerbungszeitraum beträgt mindestens zwei Wochen und wird mit der Ausschreibung konkret festgelegt. Der Ausschreibungsbeginn ist im Bildungsausschuss abzustimmen.
  • Den Interessierten wird diese Richtlinie in angemessener Form bekannt gegeben.
  • Die Bewerber*innen erhalten zeitnah eine Eingangsbestätigung und nach Auswahl der Teilnehmer*innen am ersten regulären Arbeitstag ihre Zu- oder Absage. Die Absage erfolgt ohne Angaben von Gründen.
  • Die Bewerbungen werden mit folgenden Daten eine Woche vor der Auswahlsitzung dem Bildungsausschuss vorgelegt: Nachnahme, Vorname, Geschlecht, Alter zu Beginn der Bildungsreise, Juso-Unterbezirk (bei Nichtmitgliedern: Unterbezirk der genannten Adresse), Inhaltliches Interesse, Sprachkenntnisse Englisch (bei internationalen Fahrten), Sprachkenntnisse Zielland (bei internationalen Fahrten), Einschätzung zur Mitarbeit am Gegenbesuch sowie die in der Ausschreibung zusätzlich genannten Angaben. Diese Daten sind streng vertraulich zu behandeln.
  • Die Delegationsleitungen erhalten eine Übersicht mit Namen und Unterbezirken, sofern sie nicht Mitglieder des Bildungsausschusses sind. Auch diese Informationen sind streng vertraulich zu behandeln.
  • Die Diskussion und Entscheidungsfindung über die Teilnehmer*innen erfolgt in nicht-öffentlicher Sitzung. An der Diskussion und Entscheidungsfindung über die Zusammensetzung der Delegationen nehmen aufgrund von Befangenheit folgende Personen nicht teil, sofern diese Mitglieder im Bildungsausschuss sind:
    • Delegationsleitungen
    • Bewerber*innen
  • Der Ausschluss gilt für die gesamte Dauer des Tagesordnungspunktes. Das Stimmrecht kann auf ein stellvertretendes Mitglied für diesen Tagesordnungspunkt übergehen und ist im Protokoll zu dokumentieren.
  • Über die Inhalte der Diskussion und Verlauf der Entscheidungsfindung gilt Verschwiegenheit.
  • Die Moderation des Tagesordnungspunktes übernimmt der*die Bildungssekretär*in oder im Falle der Verhinderung aufgrund von Befangenheit ein*e Landesgeschäftsführer*in. Sind alle in Frage kommenden Personen aufgrund von Befangenheit oder Abwesenheit nicht in der Lage, die Moderation zu übernehmen, einigt sich der Bildungsausschuss auf eine Person aus seiner Mitte.

Einstimmig beschlossen auf der Telefonkonferenz des Bildungsausschusses am 27.03.2019.

Mainz, der 27.03.2019